Haltung Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. zum Sondervermögen und der Aufweichung der Schuldenbremse
Null-Neuschulden-Politik ist endgültig Geschichte
Kommunale Verpackungsteuer: teurer Papiertiger
Die Diskussion um eine kommunale Verpackungsteuer nimmt in Nordrhein-Westfalen Fahrt auf. Während Köln und Bonn deren Einführung ab 2026 beschlossen haben, lehnen Städte wie Düsseldorf und Essen sie ab. Doch bevor die Steuer kommt, muss die Landesregierung zustimmen. Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt NRW) spricht sich in einem Brief an Mitglieder der Landesregierung für effizientere Maßnahmen zur Reduzierung von Verpackungen aus.
==> Brief an NRW-Landesregierung zur Verpackungssteuer
Eine Studie zur bereits eingeführten Tübinger Verpackungsteuer zeigt: Sie führt zu keiner signifikanten Müllreduzierung. Die Einführung einer Verpackungssteuer würde für erhebliche Kosten und Belastungen sorgen.
Verpackungssteuer: mehr Kosten, wenig Nutzen
Neben grundsätzlichen Bedenken gegenüber Lenkungs- und Bagatellsteuern sprechen zahlreiche praktische Argumente gegen eine kommunale Verpackungsteuer:
-
Mehr Bürokratie: Kommunen müssten zusätzliche Verwaltungsstellen schaffen, obwohl Fachkräfte bereits fehlen.
-
Hohe Steuerhinterziehungsgefahr: Ohne aufwendige Kontrollen bleibt die Steuer wirkungslos und schadet der Steuermoral.
-
Belastung für Unternehmen: Besonders kleine Betriebe leiden unter zusätzlichem bürokratischem Aufwand und steigenden Kosten.
-
Höhere Preise für Verbraucher: Die Steuer wird an die Endkunden weitergegeben – mit überproportionaler Belastung für einkommensschwache Haushalte.
-
Maßnahmen auf anderen politischen Ebenen: Bereits jetzt gibt es auf EU- und Bundesebene zahlreiche Regelungen zur Verpackungsvermeidung.
-
Erfolgreiche Alternativen ohne Steuer: Viele Städte setzen auf bewährte Maßnahmen, die Müll reduzieren, ohne Bürger und Wirtschaft zusätzlich zu belasten.
Fazit:
Deshalb: Nein zur Verpackungsteuer in NRW! Die Steuer bringt hohe Kosten, aber keinen nachweisbaren Nutzen für die Umwelt. Der BdSt NRW fordert die Landesregierung auf, dieses bürokratische und teure Experiment zu stoppen.
Lesen Sie auch:
Kontakt zu den Autoren

Kommunalkompass
„Für Fragen rund um den Kommunalkompass oder zu einzelnen Themenblöcken stehen Ihnen die Autoren unserer Broschüre zur Verfügung. Gerne können Sie auch weitere Vorschläge zur kommunalen Haushaltskonsolidierung unterbreiten oder uns Beispiele erfolgreicher Haushaltssanierungen zukommen lassen. Wir freuen uns auf Ihre Mail!“In unserem Kommunalkompass informieren wir Sie über Neuigkeiten rund um Kommunalpolitik und kommunale Haushalte. Wenn Sie den BdSt-Kommunalkompass noch nicht kennen, können Sie diesen hier kostenfrei bestellen.
