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BdSt-Referent Jens Ammann im Interview mit dem WDR.
© BdSt NRW/Katrin Ernst

Behördenwahnsinn um Nachweis der Behinderung für ein Kind

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. / Newsticker Nordrhein-Westfalen / Meldungen 28.04.2024, Katrin Ernst

In der WDR-Sendung "Westpol" äußert sich der BdSt zum Fall einer Familie aus dem Rheinland, die regelmäßig mit Behördenwahnsinn zu kämpfen hat: Die Behinderung ihres Kindes muss festgestellt und per Nachweis attestiert werden. Für den jährlich neu zu beantragenden Parkausweis der Familie muss der Nachweis der Behinderung ebenfalls erbracht werden - in einem anderen Amt. Bei der Einschulung, weil ein Schulbegleiter nötig ist, muss ebenfalls ein eigener Nachweis vorgelegt werden. Die Jugendämter müssen hauptamtliche Verfahrenslotsen beschäftigen, die den Familien auf ihrem Weg durch den Behördendschungel mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das sagt der BdSt NRW dazu:

 

"Wenn Bürger Bescheingungen, die sie von einem Amt einer Stadt erhalten haben, in andere Ämter der Stadt für neue Anträge bringen müssen, ist das für die Bürger ärgerlich und aufwendig; für die Steuerzahler ist es teuer", sagt BdSt-Experte Jens Ammann im Interview mit der WDR-Sendung "Westpol". Die Frage, die im Raum steht: Warum kann ein Amt nicht andere Ämter informieren, für die ein Fall ebenfalls relevant ist? Warum kann ein Amt nur eine Bescheinung ausstellen und nicht für alle Ämter, die Bürger für einen Fall brauchen? Konkret auf den Fall bezogen: "Warum kann das Amt, das einen Behindertengrad für ein Kind feststellt nicht auch den Behindertenparkausweis ausstellen und die Schule informieren? Das würde Zeit und Geld sparen", so Ammann.

Derzeit sind viele Kommunen auf der Suche nach Sparmöglichkeiten. Einfache Abläufe und ein funktionierender Informationsfluss zwischen Behörden können viel Arbeitszeit und Geld sparen. Einem angestaubten Datenmanagement kommt man nicht mit "Bürokratielotsen" bei. Weniger Bürokratie durch mehr Digitalisierug und auch der Einsatz von KI sind hier zielführender. Lotsen, die Geld kosten, wären dann gar nicht mehr notwendig. Und turnusmäßig viele Behördengänge für eine Familie mit behindertem Kind auch nicht.

 => Zur Westpol-Sendung [28.4.2024 "Klappt der Bürokratieabbau?"]

=> Bürokratie-Fall hier melden
 

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