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U-Bahn-Station Elbbrücken / © Hochbahn

Station Elbbrücken: Gegensätze zwischen U- und S-Bahnhof

Bund der Steuerzahler Hamburg e. V. / Meldungen 01.01.2019

Hochbahn baut schnell und preiswert – Deutsche Bahn dagegen lässt sich viel Zeit.

„Die Bahn kommt“ war einst der Werbeslogan der Deutschen Bahn. Dass dieser Satz heutzutage bei vielen Reisenden wohl nur noch Gelächter oder Kopfschütteln hervorrufen würde, haben die Werbeberater des Unternehmens wahrscheinlich irgendwann erkannt und den Slogan deshalb gestrichen. Schließlich müsste es heute wohl eher heißen: „Die Bahn kommt. Vielleicht.“ Und auch die Stadt Hamburg macht aktuell keine positiven Erfahrungen mit dem Staatsunternehmen. Denn der von diesem zu bauende neue S-Bahnhof Elbbrücken wird verspätet fertig. Und auch deutlich teurer.

Am Bahnhof Elbbrücken sollen zukünftig die Linie U4 sowie die Linien S3 und S31 zusammenlaufen. Der Bahnhof besteht aus zwei Bauteilen. Der eine Teil, in dem die U-Bahnen ankommen und abfahren, wurde unter der Regie der stadteigenen Hamburger Hochbahn gebaut und Anfang Dezember planmäßig eröffnet. Die Kosten? Veranschlagt waren 178,2 Mio. Euro. Am Ende konnte der Bau jedoch für rund 33 Mio. Euro weniger fertiggestellt werden.

Nur wenige Meter weiter wird der zweite Teil des Baukomplexes, in dem die S-Bahnen abgefertigt werden sollen, unter der Regie der Deutschen Bahn gebaut. Auch dieser Teil sollte eigentlich Anfang Dezember eröffnet werden. Jedoch wurde schon vor mehreren Monaten bekannt, dass sich die Bauzeit verlängern würde. Die Verantwortlichen gehen aktuell von einem Eröffnungstermin Ende 2019 aus. Die Kosten? Veranschlagt waren ursprünglich 43 Mio. Euro. Im Sommer wurde bekannt, dass diese Summe um 14 Mio. Euro höher ausfallen würde. Mittlerweile aber rechnet man sogar schon mit einer Kostensteigerung in Höhe von 26 Mio. Euro. Für beide Kostensteigerungen wurden übrigens unter anderem die schwierigen Bodenverhältnisse angeführt.

Und da die Gesamtkosten für den S-Bahnhof von der Stadt zu tragen sind, sind die Probleme der Deutschen Bahn automatisch auch die der Hamburger Steuerzahler. Und so äußerte auch Lorenz Palte, Vorsitzender des Hamburger Steuerzahlerbundes, Unverständnis für die erneute Kostenexplosion: „Es ist nur schwer nachvollziehbar, dass nun innerhalb weniger Monate die nächste Kostensteigerung um einen zweistelligen Millionenbetrag bekannt wird. Das spricht nicht für eine gründliche Planung. Und die Mehrkosten müssen die Steuerzahler tragen. Das ist ärgerlich.“

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