Premiere für „Die Steuerklärer - unterwegs": BdSt Hamburg zu Gast beim BdSt Hessen - und erstmals auf YouTube.
Hamburg/Wiesbaden. Ein kaiserlicher Dackel-Mantel für 4.500 Euro Steuergeld, ohne belastbaren Echtheitsnachweis: Dieser ebenso absurde wie bezeichnende hessische Fall aus dem Schwarzbuch steht im Mittelpunkt einer Sonderfolge des BdSt-Podcasts „Die Steuerklärer - unterwegs“ (ab Sonntag, 18. Januar, 15.30 Uhr) . Die Folge markiert gleich mehrere Premieren: Erstmals ist der BdSt Hamburg mit seinem Podcast zu Gast bei einem anderen Landesverband - und erstmals sind „Die Steuerklärer“ nicht nur zu hören, sondern auch als Video-Podcast zu sehen.
Für diese länderübergreifende Ausgabe reiste Sascha Mummenhoff (Landesvorsitzender des BdSt Hamburg) nach Wiesbaden zum Bund der Steuerzahler Hessen. Dort diskutierte er mit den hessischen Referentinnen Eva Kugler und Christina Lehr besonders kuriose und zugleich symptomatische Fälle öffentlicher Verschwendung. Ausgestrahlt wird die Folge nicht nur auf den bekannten Podcast-Plattformen, sondern erstmals auch über den YouTube-Kanal des BdSt Hessen. Dort sind zahlreiche Erklärvideos, Steuertipps und Schwarzbuch-Fälle zu sehen.
Das von Eva Kugler präsentierte Schwarzbuch-Highlight sorgte für Kopfschütteln: Das Land Hessen erwarb für 4.500 Euro Steuergeld einen Mantel, der angeblich „Erdmann“, dem Lieblingsdackel von Kaiser Wilhelm II., gehört hat. Einen belastbaren Nachweis für die Echtheit des Stücks gibt es bis heute nicht. Besonders pikant: Die Rechtfertigung lautete sinngemäß, man halte das Objekt auch dann für wertvoll, wenn die Geschichte dahinter nicht stimmen sollte - „wenn es nicht wahr ist, dann ist es gut erfunden“.
Neben dem Dackel-Mantel ging es in der Crossover-Episode um weitere Beispiele fragwürdiger Ausgaben, etwa um individuell angefertigte Sitzmöbel im Klemmbaustein-Design für rund 223.000 Euro in der Stadt Eschwege. Der Dialog machte deutlich: Die Muster gleichen sich, unabhängig von Bundesland oder Kommune.
„Diese Folge steht für einen neuen Schritt im Podcast“, sagt Sascha Mummenhoff. „Erstmals arbeiten zwei Landesverbände so eng zusammen, und erstmals nutzen wir zusätzlich einen starken Video-Kanal. Der BdSt Hessen zeigt seit Jahren, wie zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit funktioniert. Davon profitieren am Ende alle, die genauer hinschauen wollen, wofür ihr Geld ausgegeben wird.“
Außer dem Unterhaltungswert hat der Podcast eine zentrale Botschaft: Ärgern allein reicht nicht. Bürgerinnen und Bürger sollten verdächtige Ausgaben melden - möglichst früh. „Immer besser gestern als morgen melden“, rät Christina Lehr. Denn nur so lassen sich Fehlentwicklungen stoppen, bevor aus fragwürdigen Entscheidungen teure Dauerprobleme werden.
Der BdSt-Podcast „Die Steuerklärer“ ist auf allen gängigen Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify und Amazon Music verfügbar.
Die neue Folge erscheint zusätzlich als Video auf dem YouTube-Kanal des BdSt Hessen.
Hier geht es zum Podcast:
anchor.fm/bdst-hh
oder auf YouTube:
www.youtube.com/BdStHessen
Mehr Infos:
https://www.steuerzahler-hessen.de/podcast