Mitglied werden
Suche
Vor Ort
Presse
Menü

Neuverschuldung pro Sekunde

Zinsen pro Sekunde

Staatsverschuldung Deutschland

Login
Menü schließen

Menü schließen

Sie sind hier:  Startseite  Aktuelles  Mehr „nette Toilette“ wie in Essen
Das Konzept "nette Toilette" ist nachahmenswert, befindet der BdSt NRW.
© Andrea Defeld/BdSt NRW

Mehr „nette Toilette“ wie in Essen

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. / Newsticker Nordrhein-Westfalen 20.01.2026, Andrea Defeld

Bei Bedarf schnell mal ein stilles Örtchen im öffentlichen Raum zu žnden, ist oft gar nicht so einfach. Öffentliche Toilettenanlagen sind rar, denn sie sind für die Kommunen sehr teuer. Eine gute Idee ist daher das Konzept „nette Toilette“, das es in vielen Kommunen in ganz Deutschland und in Essen seit 2022 gibt.

Nette Toiletten – das sind Sanitäranlagen in Gastronomie, Geschäften oder Vereinen, die den Bürgern kostenfrei zur Verfügung stehen und so das Angebot der öffentlichen Toiletten im Stadtgebiet vergrößern. Eine Win-win-Situation für alle: Die Betriebe gewinnen über die netten Toiletten nebenbei Gäste und Neukunden, die Bürger und Besucher einer Stadt können saubere und mehr stille Örtchen in der Stadt nutzen und die Kommunen sogar Geld sparen. Für den Mehraufwand bei der Reinigung zahlen die Kommunen den Anbietern der netten Toiletten eine Entschädigung. Die Höhe richtet sich nach Faktoren wie Lage, Öffnungszeiten, Barrierefreiheit oder Wickelmöglichkeiten und liegt zwischen 50 und 150 Euro, so die Stadt Essen.

Elf neue Standorte der netten Toilette sind ab Oktober 2025 in Essen dabei, sodass die Stadt mittlerweile auf über 40 nette Toiletten kommt. Und damit nicht genug: Da die Erfahrungen bisher sehr positiv seien, erarbeite die Stadt Essen derzeit ein umfassendes Toilettenkonzept. Vorgesehen sei, die Zahl der Standorte auf insgesamt rund 80 im gesamten Stadtgebiet zu verdoppeln. In Essen seien in den vergangenen Jahrzehnten keine neuen klassischen öffentlichen Toilettenanlagen durch die Stadt errichtet oder betrieben worden. Sie seien im Betrieb häufig zu teuer und würden im Alltag stets Ziel von Vandalismus oder Drogenkriminalität, erklärt die Stadt Essen.

Kosten für klassische Toilette

Bei den Kosten beruft sich die Stadt auf Angaben von Fachfirmen und Erfahrungswerten anderer Kommunen: Demnach sei bei der Errichtung einer klassischen Toilettenanlage (inklusive notwendiger Zuleitungen) mit rund 300.000 Euro zu rechnen. Die laufenden Betriebskosten lägen bei etwa 20.000 Euro pro Jahr für eine tägliche Reinigung an sechs Tagen pro Woche. Mögliche zusätzliche Kosten durch Vandalismus seien schwer seriös kalkulierbar.

App und Aufkleber

Grundsätzlich könne durch die Kooperation mit Gastronomiebetrieben, Vereinen oder Einzelhandelsgeschäften an einigen Standorten auf separate öffentliche Toilettenanlagen verzichtet werden. Für den Bedarf in Grünanlagen ohne angrenzende Betriebe oder für Angehörige der offenen Szene sei das Modell jedoch kaum geeignet, so die Stadt Essen. Die netten Toiletten sind durch Aufkleber an Türen und Schaufenstern der teilnehmenden Betriebe gekennzeichnet. Einziges Manko: Diese Aufkleber dürften größer sein. Zudem gibt es eine App, die alle Standorte der Netten Toilette in Deutschland, Österreich und der Schweiz anzeigt, sowie eine Übersichtskarte auf der Website der Stadt Essen.

Lesen Sie auch:

Mit Freunden teilen
Die Schuldenuhr Deutschlands

Neuverschuldung pro Sekunde

Zinsen pro Sekunde

Staatsverschuldung Deutschland