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BdSt erfolgreich: Aus für Brückenschlag B54

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. / Newsticker Nordrhein-Westfalen 06.01.2026, Andrea Defeld

Das Schwarzbuch wirkt: Die Brücke am Dortmunder Rombergpark wird endgültig nicht gebaut. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 9. Oktober 2025 den Brückenschlag mehrheitlich abgelehnt.

Argumente gegen die Brücke waren aus Sicht der ablehnenden Fraktionen die viel zu hohen Kosten in Zeiten knapper Kassen, eine vermutlich zu geringe Nutzung, eine falsche Platzierung, gute Alternativen und der Widerstand der Bezirksvertretungen Hombruch und Hörde. Ein Ratsmitglied begründete sein Nein damit, dass die Brücken bereits zu Recht im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler gestanden hätten und womöglich nochmal ein Fall fürs Schwarzbuch würden.

Steigende Kosten

Bei dem „Brückenschlag B54“ handelt es sich eigentlich um zwei separate Brücken, die die Nortkirchenstraße und die B54 überspannen sollen. Die Stadt Dortmund hielt die Brücken für erforderlich,
um das Gewerbegebiet Phoenix West besser anzubinden. Allerdings waren die Brücken von Anfang an umstritten, denn in unmittelbarer Nähe gibt es bereits eine Brücke. Schon zwei Mal schaten
es die Brückenpläne ins Schwarzbuch. War 2007 zunächst ein Budget von 3,7 Millionen Euro vorgesehen, ging man 2016 von 6,6 Millionen Euro aus. Da die Angebote nach einer Ausschreibung sogar
noch deutlich höher lagen, wurden die Pläne erst einmal auf Eis gelegt. 2019 folgte der zweite Eintrag ins Schwarzbuch: Der Rat befürwortete den Bau, damals für 12,1 Millionen Euro. Zuletzt waren
17,75 Millionen Euro für die Brücken kalkuliert worden.

Treppe statt Brücke

Nach Darstellung der Stadt Dortmund wird der Förderbescheid für das Projekt nun widerrufen. Die Projektrückabwicklung mit Auftragnehmern erfolgte ebenfalls bereits. Als Alternative ist die Anbindung des Gewerbegebiets Phoenix-West an den Rombergpark über die so genannte Rückschlaggleisbrücke B54 und die Treppe Am Segen möglich. Es ist geplant, zusätzlich zu einer bestehenden Treppe eine barrierefreie Fahrrad- und Rollstuhlrampe zu errichten.

Der BdSt NRW meint:

Der Brückenschlag B54 ist wieder ein Fall fürs nächste Schwarzbuch - im Kapitel „Erfolge“. Die jahrelange Forderung nach einem Verzicht auf dieses Luxusprojekt hat gewirkt.

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