Bund der Steuerzahler - Verschuldung pro Sekunde jetzt bei -94 Euro!


08.01.2019

Verschuldung pro Sekunde jetzt bei -94 Euro!

BdSt stellt seine Schuldenuhr zum Jahresbeginn um/Präsident Holznagel im dpa-Interview

„Die Politik muss in wirtschaftlich guten Zeiten agieren. Es ist an der Zeit, Versprechen einzuhalten und den Solidaritätszuschlag komplett zu streichen. Das geben die öffentlichen Kassen her!“ Forderungen und Kritik äußerte BdSt-Präsident Reiner Holznagel im dpa-Interview – mit Blick auf Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der Forderungen nach einer kompletten Soli-Abschaffung unter Verweis auf eine Abschwächung der Konjunktur eine Absage erteilt hatte.

„Minister Scholz zeichnet immer eine Flaute auf, wenn es um Steuersenkungen geht, wenn es um Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger geht“, sagte Holznagel der Deutschen Presse-Agentur weiter – direkt vor der Schuldenuhr Deutschlands, die wir zeitgleich auf jetzt -94 Euro Verschuldung pro Sekunde umstellten. Die gesamtstaatliche Verschuldung liegt bei knapp 1,93 Billionen Euro.

Die Schuldensituation der Bundesländer

Der geplante Schuldenabbau geht vor allem auf das Konto der Länder, die insgesamt alte Kreditmarktschulden von knapp drei Milliarden Euro in diesem Jahr abbauen wollen – dies geht aus den Haushalts- bzw. Finanzplänen der Länder für das Jahr 2019 hervor. Der Bundeshaushalt soll wie in den Vorjahren ohne Nettokreditaufnahme auskommen. Im Einzelnen: Hintergrund: So funktioniert Die Schuldenuhr Deutschlands

Die Schuldenuhr veranschaulicht, ob die Politik am Schuldenmachen festhält oder den Schuldenberg abbaut. Bei der Veränderung pro Sekunde werden die geplanten Nettokreditaufnahmen bzw. -tilgungen der Kernhaushalte von Bund, Ländern und Kommunen erfasst – diese Haushalte werden direkt von der Politik gesteuert und damit verantwortet. Der ebenfalls auf der Schuldenuhr angezeigte Gesamtschuldenstand umfasst darüber hinaus auch die Schuldenentwicklung bei den so genannten Kassenverstärkungskrediten sowie die Schulden der öffentlichen Schattenhaushalte. Die Schuldenuhr wird regelmäßig aktualisiert, sobald sich Daten der Kernhaushalte ändern und das Statistische Bundesamt neue Zahlen zur Gesamtverschuldung vorlegt.

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