Omnibus-Paket: EU-Kommission will EU-Vorschriften im Bereich der direkten Steuern vereinfachen
Mehrvergleich: Bei Einigungsgebühr nach Nr. 1003 in Verbindung mit Nr. 1002 VV RVG nicht zu berücksichtigen
Pilotprojekt: Finanzamt erstellt Steuererklärung selbst
Mit Digitalisierung die Steuererklärung deutlichvereinfachen – bis hin zu einem vorausgefüllten oder vom Amt erstelltenEntwurf: Mit dem Pilotprojekt "Hessenmodell" war im Sommer 2025 eineInitiative der hessischen Finanzverwaltung im Finanzamt Kassel gestartet. Statteines leeren Formulars erhalten die Bürger einen automatisiert erstelltenVorschlag für den Steuerbescheid.
In Thüringen komme die Idee offenbar gut an, meldet der Bundder Steuerzahler (BdSt). Die dortige Finanzministerin Katja Wolf (BSW) wolle amliebsten noch dieses Jahr nachziehen.
Auch der BdSt begrüßt das Projekt. Doch welche Vorteile gibtes für die Steuerzahler und das Finanzamt? BdSt-BundesgeschäftsführerinDaniela Karbe-Geßler führt eine deutliche Arbeitserleichterung an – sowohlfür die Finanzverwaltung als auch für Steuerzahler. Letztere müssten keineSteuererklärung mehr erstellen, sondern den Vorschlag für die Festsetzungder Einkommensteuer nur noch prüfen und möglicherweise ergänzen.
Ein solch automatisiertes Verfahren berge aber auch Risiken– etwa dass Steuerzahler die Angaben des Finanzamts nicht prüfen und indiesem Zuge beispielsweise steuermindernde Ausgaben nicht angeben. Das könnezur endgültigen Bescheidung mit einer zu hohen Steuer führen. Dann müsseder Weg über den Einspruch gegen den Bescheid gewählt werden, damit dieSteuer in zutreffender Höhe festgesetzt werden kann.
Und wie realistisch ist die bundesweite Einführungeines solchen Modells? Karbe-Geßler meint sehr, weil "wiraktuell sehen, dass jetzt auch andere Bundesländer über Bayern nachziehen,indem man die Erklärung via App machen kann."
Bund der Steuerzahler e.V., PM vom 13.02.2026