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Ei - Osterei - Mehrwertsteuer - Umsatzsteuer
© BdSt/TO

MwSt rauf? Logik runter! Das Osterei zeigt das Problem

Top News 02.04.2026

Wir erklären die vielen Steuersätze und appellieren an die Politik: Mehrwertsteuer erhöhen? Erstmal für Durchblick sorgen!

Zu Ostern ist man sich einig: Eier verstecken und verschenken – das ist Tradition. Eines ist aber ganz und gar nicht einheitlich: Je nach Art, Herkunft und Verwendung gelten fürs Ei nämlich unterschiedliche Mehrwertsteuersätze. Ganz schön verrückt: Die Politik diskutiert Steuererhöhungen – aber produziert Chaos schon beim Osterei. Warum sollen Bürgerinnen und Bürger höhere Steuern akzeptieren, wenn das bestehende Mehrwertsteuer-System so widersprüchlich ist?

Ach, Du dickes Ei! Wir klären also erstmal auf:

  • Ein frisches Hühnerei sowie einfach verarbeitete Eier, etwa gekochte Eier, unterliegen grundsätzlich dem ermäßigten Steuersatz von 7 %.
  • Beim Kauf direkt beim Landwirt kann aufgrund der pauschalierenden Besteuerung in der Landwirtschaft ein effektiver Steuersatz von rund 7,8 % entstehen.
  • Wird aus dem Ei ein fermentiertes Produkt, kann es steuerlich zum „Luxusgut“ werden – mit 19 %.
  • Schokoladeneier werden in der Regel als Lebensmittel eingeordnet und unterliegen daher ebenfalls häufig dem ermäßigten Steuersatz von 7 %.
    Die konkrete steuerliche Behandlung kann im Einzelfall jedoch davon abhängen, wie das Produkt ausgestaltet ist und welche Bestandteile im Vordergrund stehen.
  • Für dekorative Ostereier aus Holz oder Kunststoff, zum Beispiel für den Osterstrauß, gilt hingegen der Regelsatz von 19 %.
    Kauft man diese Deko-Eier jedoch bei einem Hobbybastler, kann es sein, dass gar keine Mehrwertsteuer anfällt – sofern dieser unter die Kleinunternehmerregelung fällt.
  • Und wer zum Abschluss der Feiertage einen Eierlikör genießen möchte, zahlt ebenfalls 19 % Mehrwertsteuer – egal ob im Supermarkt gekauft oder im Restaurant serviert.

Unser Fazit:

Das Osterei zeigt exemplarisch, wie kleinteilig und erklärungsbedürftig das Mehrwertsteuersystem gestaltet ist. Selbst bei einem so alltäglichen Produkt ergeben sich unterschiedliche steuerliche Bewertungen – die sind abhängig von Details der Einordnung! Wie verständlich und verlässlich ist ein System, das bereits bei einfachen Produkten solche Differenzierungen erfordert? Bevor über höhere Steuern gesprochen wird, braucht Deutschland ein einfaches und gerechtes Mehrwertsteuersystem!

 

 

 

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