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Beamtenstatus neu denken!
Krisenbonus auch für den Öffentlichen Dienst – Wie bitte?
BdSt kritisiert weitere Begehrlichkeiten bei der Entlastungsprämie
1.000 Euro Krisenbonus, 1.000 Euro Prämie als Entlastung für Arbeitnehmer – und die Begehrlichkeiten werden immer absurder. Jetzt fordern auch Beamte und Angestellte des Staates die gleiche Unterstützung. Doch der Bund der Steuerzahler (BdSt) sagt: Diese Idee darf nicht auch noch auf den Öffentlichen Dienst übertragen werden!
Regierung rechnet auf Kosten der Arbeitgeber / Unbedingt an die kleinen Betriebe denken!
Der Verband sieht schwerwiegende Probleme von Anfang an darin, dass die Bundesregierung den Bonus als ihre Entlastungsmaßnahme für Arbeitnehmer verkauft und die Verantwortung auf Arbeitgeber schiebt. „Die Politik lässt sich für eine Maßnahme feiern, für die andere die Zeche zahlen“, bringt BdSt-Präsident Reiner Holznagel den Missstand auf den Punkt.
Unterm Strich bleibt völlig offen, ob Betriebe die 1.000 Euro überhaupt zahlen können: Denn wo ein Handwerker, Spediteur oder Bäcker das Geld hernehmen soll, wenn sein Umsatz wegen steigender Energiepreise zurückgeht oder das Geschäft sogar schließen muss, fragen Kanzler und Finanzminister nicht. „Kein Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft käme auf die Idee, einen Bonus zu zahlen, wenn die finanzielle Lage seines Betriebs prekär wäre. Dabei ist die finanzielle Lage unzähliger Arbeitgeber mehr als prekär!“
Doch nach dem Willen der Bundesregierung sollen auch kleine und mittlere Bertriebe jetzt 1.000 Euro mehr Lohnkosten zahlen. „Damit wird aus einer staatlichen Maßnahme ein Versprechen zulasten Dritter! Das ist weder verlässlich noch wirtschaftlich sauber gelöst“, kritisiert BdSt-Präsident Holznagel.