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Eine immer höhere Grundsteuer B ist keine Lösung für strukturelle Finanzprobleme in den Kommunen, sagt Rik Steinheuer, Vorsitzender des BdSt NRW.
© Annette Koroll/Bdst NRW

BdSt NRW ordnet ein: Grundsteuer-Zahlen von IT.NRW

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. / Newsticker Nordrhein-Westfalen 08.05.2026, Bärbel Hildebrand

Der Bund der Steuerzahler NRW sieht in den aktuellen Zahlen von IT.NRW zur Grundsteuer B zwei deutliche Signale: Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben sich 2025 mit Beginn der Grundsteuer-Reform im Grundsatz an die Aufkommensneutralität gehalten – und im Gesamtaufkommen sogar weniger eingenommen als 2024. Das erste halbe Jahr 2026 zeigt aber, dass diese Nachricht längst überholt ist. Dies zeigte die Trenderhebung des BdSt NRW vom Februar dieses Jahres.

„Die Kommunen haben im Schnitt auf Geld verzichtet, die versprochene Aufkommensneutralität wurde zunächst gehalten, allerdings hatten bereits 2024 – also im Jahr vor der Grundsteuerreform – viele Kommunen die Steuer auf Vorrat erhöht", sagt Rik Steinheuer, Vorsitzender des BdSt NRW. „Gleichwohl: Es gibt dennoch zum Teil erhebliche Erhöhungen und viele Kommunen werden im laufenden Jahr mehr als nur nachsteuern.“

=> Trenderhebung des BdSt NRW 2/2026

Städte-Beispiele zur Grundsteuer

  • Monheim am Rhein beispielsweise erhöhte die Grundsteuer massiv und verdreifachte nahezu deren Aufkommen von rund 5,3 Millionen Euro 2024 auf rund 15,1 Millionen Euro 2025.
  • Auch die Stadt Attendorn erhöhte das Aufkommen mit über 1,1 Millionen Euro um 36%,
  • gefolgt von Erkelenz mit 31%.
  • Anders zum Beispiel Leverkusen und Mülheim an der Ruhr. Diese Städte verzichteten im Jahr 2025 auf über 12,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

In der Summe nahmen die NRW-Kommunen 4,4% weniger ein als im Jahr vor der Reform.

NRW bleibt Hochsteuer-Land

"Trotzdem ist und bleibt Nordrhein-Westfalen ein Hochsteuerland, was sich dieses Jahr leider noch verschärfen wird", so Steinheuer. „Die kommunale Finanzlage ist weiterhin sehr schwierig“, erklärt Steinheuer. „Wenn die Städte und Gemeinden ihre Haushalte nicht dauerhaft stabilisieren, wird der Druck auf weitere Hebesatzerhöhungen wachsen. Eine immer höhere Grundsteuer B darf aber nicht zur Dauerlösung für strukturelle Finanzprobleme werden.“

Der BdSt NRW fordert

Der Bund der Steuerzahler NRW fordert Bund und Land auf, endlich für eine sinnvolle Aufgabenverteilung und eine angemessene Finanzausstattung der Kommunen zu sorgen. Die Kommunen ihrerseits sind gefordert, Einsparpotenziale konsequent zu nutzen und Steuererhöhungen möglichst zu vermeiden. Die Belastungen der Bürgerinnen und Bürger sind ohnehin bereits viel zu hoch.

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