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© Anna Kwiatkowska / Fotolia

95.000 Euro für klimaangepasste Campingplätze

Aktion Frühjahrsputz 2019 14.03.2019

Bundesumweltministerium

Der Klimawandel stellt ganze Branchen vor neue und teure Herausforderungen. Das betrifft insbesondere jene, die ihre Geschäfte 
unter freiem Himmel abwickeln – zum Beispiel die Betreiber von Campingplätzen. Doch müssen sie diese Herausforderungen mit Steuergeld meistern? Dieser Ansicht jedenfalls ist das Umweltministerium, das bis Ende 2019 knapp 95.000 Euro bereitstellt, damit sich Campingplatz-Betreiber auf mögliche Wetter-Szenarien vorbereiten können. Hierbei erhalten sie steuerfinanzierte „ganzheitliche Risiko- und Betroffenheitsanalysen“ und Tipps, wie sie ihre Geschäftsmodelle und Angebote anpassen sollten, um für Klimaänderungen gerüstet zu sein. Das Ministerium finanziert also eine steuerfinanzierte Vorbereitung auf das Wetter.

Schließlich wurden im Rahmen des Projekts weitreichende negative Folgen des Klimawandels auf die Übernachtungszahlen und Wertschöpfungsketten für Campingplätze festgestellt, etwa: „Geringere Schneesicherheit im Winter könnte negative Auswirkungen auf die allgemeine Winter atmosphäre haben“, „Hitzephasen und Dürreschäden senken die Attraktivität und erhöhen den Arbeitsaufwand“ oder „Bei Stark niederschlägen in Verbindung mit Sturm, Hagel und Gewitter besteht ein erhöhtes Risiko von Verletzungen und Sturmschäden“. Das alles ist nicht neu! Auch ohne Klimawandel ist die Natur unbeständig.
Doch dem Ministerium scheint es wichtig, diese Erkenntnisse noch einmal mit viel Steuergeld niederschreiben zu lassen.

Es gehört zum unternehmerischen Risiko eines jeden Platzbetreibers, sich auf das Wetter einzustellen. Vielen scheint das erfolgreich zu gelingen, denn die Branche wächst seit Jahren kräftig. In gleich mehreren Verbänden sind Campingplatz-Betreiber, Campingindustrie, Caravan-Handelsverbände und auch Umweltorganisationen organisiert. Es liegt in ihrem Eigeninteresse, die Branche zu beraten und innovative Lösungen zu entwickeln. Steuergeld für klimaangepasste Campingplätze bedarf es dafür nicht.

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