Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2011 überzeugt nicht
Ausgaben müssen energischer gesenkt werdenDie schrittweise Verkleinerung des strukturellen Defizits im Bundeshaushalt bis 2014 basiert zu stark auf der Hoffnung steigender Steuereinnahmen. Doch ob die Brennelementesteuer, die Finanzmarkttransaktionsteuer und die Luftverkehrsabgabe wie vorgesehen eingeführt werden können, ist sehr fraglich. Die Regierung verfällt in das alte Muster, die Einnahmen an die Ausgaben anzupassen.
Das Ausgabenniveau soll zwar im kommenden Jahr gesenkt, aber bis 2014 auf hohem Niveau von rund 300 Milliarden Euro festgeschrieben werden. Diese Zementierung der viel zu hohen Bundesausgaben ist kein Zeichen von durchgreifender Konsolidierung. Daher fordert der BdSt eine Intensivierung der Einsparanstrengungen, um den noch weiten Weg bis zur Erfüllung der Schuldenbremse im Jahr 2016 garantieren zu können. Auf 27 Milliarden Euro pro Jahr belaufen sich die Einsparvorschläge des BdSt. Sie sind unter hier online verfügbar. Die Steinkohlesubventionen, die Regionalisierungsmittel für den Öffentlichen Nahverkehr, das Grünlandmilchprogramm, das Branntweinmonopol und die Filmförderung stehen exemplarisch für mögliche Einsparungen bei den Finanzhilfen.
Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.
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