Liquidität
Besser als diese Vergangenheitsbetrachtung ist ein Blick in die Zukunft. Denn den vergangenen Monat hat das Unternehmen ja bereits hinter sich, da lässt sich nicht mehr eingreifen. Hilfreicher ist deshalb eine monatliche oder besser wöchentliche Liquiditätsvorschau, erstellt am besten mit Programmunterstützung. Ausgehend vom aktuellen Stand der Geldkonten wird ermittelt, welches Geld wann eingeht und was wann bezahlt werden muss. Dafür werden die offenen Posten von Kunden und Lieferanten mit Fälligkeiten benötigt, wobei die Zahlungsziele möglichst eingehalten werden sollten. Zusätzlich sind die sonstigen Zahlungsein- (z.B. Barumsätze) und –ausgänge (z.B. Mieten, Versicherungen, Kfz-Kosten usw.) mit Zahlungstermin und Zahlungsrhythmus zu ergänzen. Wenn jetzt noch die Kreditlinie inklusive der geduldeten Überziehung hinzugefügt wird, zeigt sich die Über- oder Unterdeckung der finanziellen Mittel für die kommenden Wochen oder Monate.
Wer Unterdeckungen frühzeitig erkennt, kann schnell reagieren, zum Beispiel durch eine kurzfristige Erhöhung der Kreditlinie. Damit lassen sich teure Kreditkosten einsparen und Flexibilität sowie die Skontierungsfähigkeit erhalten. Zudem zeigt sich der Unternehmer auch gegenüber den Banken als kompetenter Gesprächspartner, wenn er frühzeitig über Finanzierungsbedarf informiert ist.






