Bund der Steuerzahler - Der Steuerzahler - Forderungen

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03.03.2010

Forderungen

Zu viele Offene Posten in der Finanzbuchführung sind gefährlich. Eine Überwachung der Forderungen und deren fristgerechte Begleichung sind für die meisten Unternehmen deshalb überlebenswichtig. In der Regel entwickeln sich Forderungen parallel zum Umsatz, denn sie entstehen mit dem Schreiben der Rechnung. Steigen sie stärker als der Umsatz oder nehmen sie sogar zu, obwohl der Umsatz sinkt, müssen die Ursachen geklärt und Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Denn wegen der verspäteten Zahlungen kann der ZinsÂaufwand aus dem Kontokorrent hoch sein. Ein Beispiel: Offene Forderungen Jahresende 120.000 Euro/Gesamtumsatz 1.000.000 Euro X Anzahl Tage 360 (Juni 180 Tage) = 43 Tage durchschnittliches Kundenziel. Wenn es gelingt, die Zeit des Geldeinganges auf die vereinbarten 30 Tage zu verringern, sinken die offenen Forderungen um etwa 37.000 Euro, was bei einem Zinssatz von 12 Prozent eine Ersparnis von 4.400 Euro im Jahr ausmacht! Mit der gewonnenen Liquidität können wiederum die Lieferantenskonti besser genutzt werden, was für weitere Einsparungen sorgt.

Mit einem funktionierenden Forderungsmanagement und entsprechenden Maßnahmen vor der Auftragserteilung sinkt das existenzgefährdende Ausfallrisiko. Dessen konkrete Auswirkungen zeigt folgendes Beispiel: Bei einem Gewinn von 50.000 Euro und einem Umsatz von 1.000.000 Euro wird eine Umsatzrendite von 5,00 Prozent erzielt. Um diese Rendite zu halten, werden Sie bei einem Forderungsausfall von 30.000 Euro einen um 600.000 Euro (sic!) höheren Gesamtumsatz erzielen müssen. Dies dürfte meist nicht möglich sein!

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