Bund der Steuerzahler - Der Steuerzahler - Die Personalaufwandsquote

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02.03.2010

Die Personalaufwandsquote


Die BWA-Auswertung. Klicken Sie für die Vollansicht.
Die Personalaufwandsquote informiert über die Produktivität des Mitarbeitereinsatzes. Als Prozentzahl zeigt die Kennziffer, wie hoch die Personalkosten im Vergleich zum Umsatz bzw. der Gesamtleistung sind oder – anders ausgedrückt – wie viel Euro Personalkosten durchschnittlich nötig waren, um 100 Euro umzusetzen. Dabei umfasst der Personalaufwand Löhne und Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, Sonderzahlungen und eventuell Aus- und Fortbildungskosten. Die Quote kann auf Schwachstellen oder Trends in der betrieblichen Entwicklung hinweisen.

Die Gründe für eine steigende Personalaufwandsquote sollten ermittelt werden. Ist der Umsatz gesunken, könnte das auf nicht ausgelastete Mitarbeiter hinweisen. Dann gilt es, neue Aufträge zu akquirieren oder die Mitarbeiter flexibler einzusetzen. Ist der Umsatz gestiegen, die Mitarbeiter konnten die zusätzlichen Aufträge aber nur mit Überstunden bewältigen, muss geprüft werden, ob diese Kosten in die Preise einkalkuliert werden können. In Ausnahmefällen (z.B. Produkteinführung) lohnt es sich, vorübergehend eine höhere Personalaufwandsquote hinzunehmen. Gegebenenfalls müssen höhere Personalkosten durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden, um das Ergebnis zu halten. Auch ein erhöhter Krankenstand wirkt sich negativ auf die Personalquote aus. Welche Personalaufwandsquote für einen Betrieb angemessen ist, hängt von der Branche, der Region, der Größe und weiteren Faktoren ab. Entsprechende Vergleiche gibt es bei Kammern oder Steuerberatern.

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